CaDA F1-Bausätze: vom Alfa Romeo C42 über den KICK Sauber C44 bis zur Alpine A525
Werden Sie in den letzten Jahren immer mehr Möglichkeiten geboten, wenn Sie Formel-1-Autos als Bausteinmodelle sammeln. Dennoch gibt es einen Hersteller, der sich auf bemerkenswerte Weise abhebt: CaDA. Nicht, indem er möglichst viele verschiedene F1-Autos herausbringt, sondern indem er sich auf relativ wenige Modelle konzentriert und dabei in Bezug auf Maßstab, Technik, Detailreichtum und Verarbeitung immer einen Schritt weitergeht.
Diese Entwicklung begann mit dem Alfa Romeo F1 Team ORLEN C42, CaDAs erstem großen offiziell lizenzierten Formel-1-Bausatz im Maßstab 1:8. Darauf folgte der KICK Sauber F1 Team C44, mit dem CaDA nicht nur technisch einen großen Schritt nach vorne machte, sondern auch eine Premiere feierte: ein großes F1-Bauset, bei dem die komplette Lackierung mit Drucken versehen wurde, anstatt mit Aufklebern. 2026 wurde die Reihe um den BWT Alpine Formula One Team A525 erweitert, der diesen neuen Standard weiterführt.
Drei verschiedene Formel-1-Autos, drei verschiedene Saisons und drei Modelle, an denen man gut erkennen kann, wie schnell sich CaDA innerhalb weniger Jahre entwickelt hat.
Der Anfang: der Alfa Romeo F1 Team ORLEN C42
Der CaDA C64005 Alfa Romeo C42 markierte den Beginn der Reihe. Der echte C42 fuhr während der Formel-1-Saison 2022 mit Valtteri Bottas und Zhou Guanyu am Steuer und war dank der rot-weißen Alfa-Romeo-Lackierung sofort wiederzuerkennen. CaDA übersetzte das Auto in ein Modell im Maßstab 1:8, das aus 1.868 Teilen besteht und mit einer Länge von ganzen 66 Zentimetern beeindruckende Ausmaße hat.
Für CaDA war dies keineswegs ein vorsichtiger erster Versuch. Unter der Karosserie befand sich von Anfang an bereits eine beachtliche Menge an Technik. Der C42 verfügt über eine voll funktionsfähige Radaufhängung, lenkbare Vorderräder und einen verstellbaren DRS-Heckflügel. Auch für das Modell wurden offiziell lizenzierte Pirelli-Reifen entwickelt.
Damit war der C42 weit mehr als nur ein großes Ausstellungsmodell. Vor allem für 2023, als große lizenzierte F1-Bausets noch viel seltener waren, war er ein beeindruckendes Paket. Man baute nicht nur die markante Karosserie, sondern auch ein technisches Chassis, bei dem die Aufhängung, Lenkung und aerodynamischen Funktionen tatsächlich eine Rolle spielten.
Im Nachhinein wird jedoch deutlich, dass dies die erste Generation war. Die größte Einschränkung lag nicht einmal in der Technik, sondern in der Verarbeitung der Karosserie. Ein modernes Formel-1-Auto ist voller Sponsorenlogos und anderer grafischer Details, und beim C42 mussten viele davon noch mit Aufklebern angebracht werden. Das ergibt zwar ein wiedererkennbares Modell, erfordert beim Bauen jedoch viel Geduld und Präzision. Außerdem sieht ein Aufkleber immer anders aus als ein direkt bedrucktes Teil.
Genau hier sollte CaDA bei seinem nächsten F1-Modell einen enormen Schritt nach vorne machen.
KICK Sauber C44: viel mehr als nur eine neue Lackierung
Auf den ersten Blick könnte man den CaDA C64010 KICK Sauber F1 Team C44 als Nachfolger des Alfa Romeo sehen: wieder ein Sauber-Bolide, wieder Maßstab 1:8. Doch sobald man beide Modelle nebeneinander stellt, erkennt man, dass sich viel mehr verändert hat.
Der C44 besteht aus 2.553 Teilen, fast siebenhundert mehr als der C42, und wächst mit einer Länge von 71 Zentimetern auch deutlich an Größe. Die zusätzlichen Teile wurden nicht einfach nur verwendet, um das Modell größer zu machen. CaDA hat die gesamte technische Konstruktion neu angepackt.
Die Radaufhängung ist hierfür ein gutes Beispiel. Der C44 verwendet ein Tie-Rod-Aufhängungssystem, das sich deutlich an der Konstruktion des echten Formel-1-Autos orientiert. Hinter dem Cockpit befindet sich außerdem ein praktischer Lenkknopf, mit dem die Vorderräder bedient werden können, ohne dass man mit den Fingern im Cockpit herumfummeln muss. Unter der abnehmbaren Motorabdeckung befindet sich ein ausführlicher nachgebauter Motor mit beweglichen Kolben. Auch der Frontflügel ist modular aufgebaut und kann einfach vom Auto abgenommen werden.
Dann ist da noch der Heckflügel. Beim C42 war bereits eine verstellbare DRS-Funktion vorhanden, doch beim C44 wurde dieses System weiter ausgebaut. Der Heckflügel wird über zwei mechanische Verbindungen bedient, und das DRS kann direkt aus dem Cockpit aktiviert werden.
Sogar die Räder erhielten mehr Aufmerksamkeit. Der C44 hat, genau wie ein echtes modernes F1-Auto, breitere Hinterreifen als Vorderräder. Das klingt nach einem kleinen Detail, verändert aber die Proportionen des gesamten Modells. Besonders von hinten betrachtet wirkt der C44 dadurch viel mehr wie ein echtes Formel-1-Auto.
Und dann kommen wir zu vielleicht dem größten Fortschritt: den Drucken.
Beim C44 ersetzte CaDA die komplette Aufkleberlackierung durch direkt bedruckte Teile. Alle sichtbaren Teamlogos, Sponsoren, Startnummern und Farndetails sind bereits auf die Steine gedruckt. Keine große Aufkleberfolie, kein Risiko für schiefe Logos und keine Aufkleber, die sich mit der Zeit lösen können. Das Ergebnis wirkt sofort viel sauberer und hochwertiger.
Dazu liefert CaDA Teile mit, mit denen man zwischen der #77 von Valtteri Bottas und der #24 von Zhou Guanyu wählen kann, inklusive passender bedruckter Namensschilder.
All das macht den C44 unserer Meinung nach zu dem Modell, mit dem CaDA wirklich gezeigt hat, was es sich mit seiner F1-Reihe vorgenommen hatte: keine einfache Bauversion eines Rennwagens, sondern ein großes technisches Sammlermodell, bei dem auch die kleinsten Details ernst genommen werden.
Alpine A525: die Formel wird weiter verfeinert
2026 folgte das dritte große F1-Bauset: der CaDA C64012 BWT Alpine Formula One Team A525. Und während der Schritt vom C42 zum C44 vor allem groß war, fühlt sich der Alpine eher wie eine weitere Verfeinerung von allem an, was CaDA mit dem C44 gelernt hatte.
Der A525 besteht aus 2.173 Teilen, misst 71 × 23 × 14 Zentimeter und ist erneut im Maßstab 1:8 ausgeführt. Die auffällige blau-rosa BWT-Lackierung sorgt sofort für eine völlig andere Ausstrahlung als der dunkle Sauber, doch auch hier sind alle Dekorationen direkt auf die Teile gedruckt. Aufkleber sind erneut völlig überflüssig.
Technisch hat CaDA jedoch absolut nicht stillgesessen. Das Modell verfügt über Hinterradantrieb mit einem funktionierenden Differential, gekoppelte Lenkung und eine echte Pushrod-Radaufhängung. Bei einer solchen Konstruktion wird die Bewegung des Rades über Stangen weiter nach innen zu weiter innen platzierten Federelementen übertragen – genau das Prinzip, das auch in modernen Formel-1-Autos verwendet wird.
Auch der V6-Motor ist funktional. Wenn das Modell fährt, bewegen sich die internen Motorteile mit dem Antrieb mit. Die Motorabdeckung kann entfernt werden, ebenso wie der Frontflügel und sogar die Sidepods. Dadurch kann man nach dem Bau tatsächlich Teile der internen Struktur betrachten.
Genau hier wird es interessant. Unter der Außenhülle hat CaDA nämlich nicht nur einen Rahmen versteckt, sondern auch versucht, Elemente der echten Aerodynamik sichtbar zu machen, darunter Venturi-Kanäle und Teile des Kühlsystems. Das ist ein Detail, das bei einem F1-Bauset leicht weggelassen worden wäre, da man den größten Teil davon kaum sieht, sobald das Modell vollständig aufgebaut ist.
Auch DRS kehrt zurück. Genau wie beim C44 kann der Heckflügel mechanisch geöffnet und geschlossen werden, wodurch eines der bekanntesten aerodynamischen Systeme der Formel 1 tatsächlich Teil des Modells ist.
CaDA liefert außerdem Teile für zwei Fahrer mit. Man kann den Alpine als die #10 von Pierre Gasly oder die #43 von Franco Colapinto ausführen. Damit folgt CaDA demselben Prinzip wie beim KICK Sauber: Nicht nur das Team wird offiziell lizenziert nachgebaut, sondern man kann auch tatsächlich wählen, welchen Rennwagen man präsentiert.
Vom C42 zum A525: drei Modelle, drei Schritte
Wenn man die drei Autos nebeneinander betrachtet, wird die Entwicklung erst richtig sichtbar. Der Alfa Romeo C42 legte mit seinem Maßstab, seiner offiziellen Lizenz, seiner funktionierenden Aufhängung und seinem DRS die technische Grundlage. Der KICK Sauber C44 machte anschließend den größten Sprung: ein umfangreicheres Chassis, viel mehr Teile, realistischere Reifen, eine verfeinerte Aufhängung, einen besseren Zugang zur Technik und vor allem den Schritt zu einer komplett gedruckten Lackierung.
Der Alpine A525 knüpft daran an und legt noch mehr Wert auf die technische Konstruktion eines modernen F1-Autos. Die Pushrod-Aufhängung, das funktionierende Differential, die abnehmbaren Sidepods und sichtbaren aerodynamischen Kanäle machen ihn nicht einfach zu einem C44 in anderen Farben.
Kurz gesagt sieht die Entwicklung so aus:
- Alfa Romeo C42 – C64005: 1.868 Teile, 66 cm lang, funktionierende Radaufhängung, Lenkung, DRS und Pirelli-Reifen; die Grundlage von CaDAs großer F1-Reihe.
- KICK Sauber C44 – C64010: 2.553 Teile, 71 cm lang, Tie-Rod-Aufhängung, beweglicher Motor, aus dem Cockpit bedienbares DRS, abnehmbarer Flügel und Motorabdeckung, breitere Hinterreifen und zum ersten Mal eine komplett gedruckte Lackierung.
- BWT Alpine A525 – C64012: 2.173 Teile, 71 cm lang, Pushrod-Aufhängung, funktionierendes Differential, beweglicher V6, funktionierendes DRS, abnehmbarer Frontflügel, Motorabdeckung und Sidepods, sichtbare Venturi- und Kühlelemente und erneut komplett bedruckte Teile.
Das macht die drei Sets gerade als Kollektion interessant. Sie zeigen nicht nur drei Formel-1-Autos aus verschiedenen Saisons, sondern auch drei Phasen in der Entwicklung von CaDA selbst.
Warum die Drucke ein so wichtiger Schritt sind
Dass wir die komplett bedruckten Teile mehrmals erwähnen, ist nicht ohne Grund. Gerade bei einem Formel-1-Auto macht dies mehr Unterschied als bei fast jeder anderen Art von Modellbausatz.
Eine moderne F1-Lackierung besteht aus Dutzenden kleinen Sponsoren, Linien, Startnummern und Farbfeldern. Bei einem Modell von über siebzig Zentimetern sind diese Details entscheidend für die Ausstrahlung. Wenn Dutzende Aufkleber einzeln angebracht werden müssen, kann schon ein leicht schief angebrachter Aufkleber auffallen.
Mit dem C44 hat CaDA dieses Prinzip komplett verändert. Seitdem werden bei den Premium-F1-Modellen die Grafiken direkt auf die Teile gedruckt. Auch CaDA selbst präsentiert diesen Schritt mittlerweile als eines der wichtigsten Merkmale seiner Premium-F1-Reihe.
Für das Bauerlebnis bedeutet das weniger Unterbrechungen. Für das Endergebnis bedeutet es eine sauberere Verarbeitung und bessere Haltbarkeit. Und für Sammler sorgt es dafür, dass ein Modell auch Jahre später noch genauso aussehen kann.
Was uns betrifft, ist genau dies einer der Gründe, warum es CaDA mit dem KICK Sauber C44 und Alpine A525 deutlich gelungen ist, sich abzuheben.
Drei offiziell lizenzierte F1-Autos für die Sammlung
Neben der Technik gibt es natürlich noch einen anderen wichtigen Aspekt: Alle drei Modelle sind offiziell lizenziert.
Das bedeutet, dass CaDA nicht mit fiktiven Teamnamen oder Farben arbeiten muss, die nur ungefähr dem Original ähneln. Alfa Romeo, KICK Sauber und BWT Alpine sind tatsächlich so wiederzuerkennen, wie sie auf der Rennstrecke auftraten, inklusive Teamidentität, Sponsoren und fahrerspezifischen Details.
Gerade bei der Formel 1 finden wir das wichtig. Ein F1-Auto ist mehr als nur die Form seines Chassis. Die Lackierung verrät, zu welchem Team, welcher Saison und manchmal sogar welchem spezifischen Fahrer das Auto gehört.
Und bei einem Maßstab von 1:8 sind dies keineswegs Modelle, die nach dem Bau irgendwo hinten in einem Schrank verschwinden. Der C42 ist bereits 66 Zentimeter lang, und sowohl der C44 als auch der Alpine A525 messen etwa 71 Zentimeter. Stellt man sie nebeneinander, hat man fast zwei Meter moderne Formel-1-Geschichte vor sich.
CaDA hat mit drei Sets eine klare F1-Identität aufgebaut
Was mit einem auffälligen Alfa Romeo begann, ist mittlerweile zu einer wiedererkennbaren eigenen Linie im Sortiment von CaDA herangewachsen.
Der C42 war der Anfang: groß, offiziell lizenziert und technisch ambitioniert. Der C44 zeigte anschließend, wie viel ernster CaDA das Konzept machen konnte, mit einer komplexeren Konstruktion und einer komplett aufkleberlosen Verarbeitung. Der A525 beweist, dass dieser Schritt keine einmalige Ausnahme war, und fügt erneut interessante F1-Technik hinzu.
Genau deshalb finden wir diese Reihe so interessant. CaDA versucht nicht nur, ein Auto nachzubauen, das aus wenigen Metern Entfernung wie ein Formel-1-Wagen aussieht. Die Marke versucht auch zu vermitteln, warum so ein Auto technisch besonders ist.
Funktionierende Aufhängung, DRS, Differentiale, bewegliche Motorteile und abnehmbare Karosserieteile sieht man letztendlich vielleicht nicht alle, wenn das Modell auf dem Regal steht. Aber während des Baus machen gerade diese Funktionen den Unterschied.
Und in der Zwischenzeit sind wir bei CarBrick natürlich vor allem gespannt, was CaDA als Nächstes damit vorhat. Die Messlatte liegt nach dem KICK Sauber C44 und Alpine A525 mittlerweile ziemlich hoch.
Welches offiziell lizenzierte Formel-1-Auto darf deiner Meinung nach als Nächstes folgen?